Seniorenberatung schließt zum Jahresende

Finanzierung nicht weiter gesichert
Im Jahr 2021 eröffnete der Caritasverband Stadt und Landkreis Hof e.V. als Ergänzung zur Fachstelle pflegender Angehöriger und im direkten Zusammenhang mit der ambulanten Pflege in der Stadt und in großen Teilen des Landkreises Hof eine niedrigschwellige Seniorenberatung. Gefördert wurde diese Projektstelle in den letzten drei Jahren aus Mitteln der deutschen Fernsehlotterie. Für diese Unterstützung ist der Verband sehr dankbar. Die notwendigen Eigenmittel brachte der Verband selbst auf. Eine kommunale Cofinanzierung war in den vergangenen Jahren auf der Grund der angespannten wirtschaftlichen Situation der Stadt Hof nicht möglich.
Die Seniorenberatung hat in den vergangenen dreiJahren wertvolle Impulse im Hofer Land gesetzt. So ist die Initiierung der Seniorenrikscha auf die Initiative dieser Beratungsstelle zurückzuführen. Um so froher ist man im Verband, dass die Rikscha im kommenden Jahr an das neu geschaffene Ehrenamtsmanagement angebunden werden kann und so für die Bürger*innen erhalten bleibt. Eine enge Zusammenarbeit pflegte die Seniorenberatung auch mit den unterschiedlichen Akteuren der Seniorenarbeit im Hofer Land, mit dem Seniorenrat, den Seniorenbeauftragten der Städte und Gemeinden und nicht zu letzt mit der Leitstelle Pflege Hofer Land. Zentral aber war die niedrigschwellige Beratung von Menschen ab dem 65 Lebensjahr im psychosozialen Bereich und überall da, wo die Problemlagen eine Beratung zur Pflege noch nicht notwendig gemacht hat. Bei Fragen des Übergangs von Arbeit zu Rente, bei Fragen zu ergänzenden Leistungen zur Rente, bei Einsamkeit im Alter oder dem Verlust von Partner*innen.
Die Projektfinanzierung der deutschen Fernsehlotterie läuft nun zum Jahresende 2024 aus. Die entstehenden Personal- und Sachkosten aus Eigenmitteln zu tragen, ist der Caritasverband Stadt und Landkreis Hof e.V. nicht in der Lage. Eine dauerhafte Finanzierung durch die Kommune bei nicht existenten Landes- und Bundesmitteln in diesem Bereich ist nicht möglich. So bleibt dem Verband nur die Schließung der Beratungsstelle zum Jahresende. Die Arbeit der Fachstelle pflegender Angehöriger und die ehrenamtlichen Einzelhelfer sind von dieser Entscheidung nicht betroffen.
Wir bedanken uns bei der deutschen Fernsehlotterie für die stets gute Zusammenarbeit, bei unseren Mitarbeiterinnen für Ihre Beratung mit Herz und Verstand und bei unseren Klient*innen für ihr Vertrauen in den zurückliegenden drei Jahren.