Familien schaffen wir gemeinsam - Beispiel Caritas-Sozialstation Hof

Familien schaffen wir gemeinsam – Beispiel Caritas-Sozialstation Hof
Die Caritas-Sozialstation betreut seit Januar 2012 Frau Richter. Bei Familie Richter leben mehrere Generationen unter einem Dach: Großmutter, Frau Richter mit Mann und dem inzwischen 3jährigen Sohn. Durch die Pflegebedürftigkeit hat sich das Zusammenleben verändert. Die Caritas-Sozialstation sprach darüber mit Frau Richter.
Frau Richter, wie war die häusliche Situation bevor Ihre Mutter pflegebedürftig wurde?
Meine Mutter war in allen Belangen für uns da. Sie kochte für die ganze Familie, so dass ich vor der Geburt meines Sohnes Max ganze Tage arbeiten gehen konnte.
Als sich herausstellte, dass meine Schwangerschaft mit Komplikationen verlief, kümmerte sie sich noch intensiver um mich, und wich auch bei den Krankenhausbesuchen bis zur Entbindung nicht von meiner Seite: Sie ging erst nach Hause, wenn sie wusste wie es mir ging.
Sozusagen eine sehr fürsorgliche Mutter …..
Ja, in der Tat. Sie sorgte sich um Max, während unser Haus umgebaut wurde und ich konnte sogar arbeiten gehen.
Dann kam die Zeit als Ihre Mutter krank wurde. Wie veränderte sich da Ihre Lebenssituation?
2011 bemerkte ich, dass meine Mutter, die bis dato ihren Haushalt selbst führte, stark abnahm. Dies hatte zur Folge, dass sie das Krankenhaus aufsuchen musste. Es folgten langwierige Untersuchungen, bis sich herausstellte, dass meine Mutter an der Parkinson`schen Krankheit erkrankt war. Sie konnte nur noch verlangsamt Nahrung zu sich nehmen, wurde aber durch eine Reha wieder einigermaßen gut hergestellt.
War dies nicht eine Umstellung als Sie nach Hause kam?
Ja, von nun an übernahm ich mehr und mehr Aufgaben die früher meine Mutter erledigte. Mein 1jähriger Sohn nahm mich auch noch ganz schön in Anspruch, so dass ich dankbar war, noch eine Schwiegermutter und liebe und nette Nachbarn zu haben, die mich, wo sie nur konnten, unterstützten. Gott sei Dank konnte meine Mutter dann doch noch kleine Aufgaben übernehmen.
Dann kam aber der Tag wo der Zustand sich weiter verschlechterte?
Ja, Ende 2011 musste meine Mutter erneut ins Krankenhaus, aus dem Sie mit Magensonde entlassen wurde. Das war dann doch etwas Neues, wo ich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen musste.
Sie riefen also einen Pflegedienst an ….
Ja, den der Caritas, da ich den noch gut kannte von der Pflege meiner Oma. Erst mal war es für mich eine Hilfe, dass der Dienst 2 x in der Woche zu uns kam und mich an diesen Tagen etwas entlastete, so dass ich mich in dieser Zeit meinem Sohn Max widmen konnte.
Aber die Pflege wurde dann noch intensiver, oder?
Ja, sie musste wieder ins Krankenhaus und wurde bettlägerig. Seitdem besucht uns die Caritas 3 x täglich.
Also eine schwierige Situation Pflege, eigene Ansprüche und Kind unter einen Hut zu bringen. Haben Sie denn niemals daran gedacht Ihre Mutter in ein Heim zu geben?
Nein, zu keiner Sekunde, denn ich erfuhr durch die Caritas stets kompetente Beratung und Hilfe, die immer flexibel auf unsere Lebenssituation eingeht. Im Gegenteil: Ich habe dadurch mehr Zeit für meinen Sohn Max, der schon auf die Schwestern und Pfleger wartet und sich freut, wenn diese kommen. Außerdem ist es mir möglich mit der Unterstützung der Caritas an 2 Tagen in der Woche arbeiten zu gehen.
Somit leistet die Caritas Hilfe zu generationsübergreifendem Wohnen?
Ja, in der Tat und alle profitieren davon: Meine Mutter sieht jeden Tag ihren Enkel, ich habe Zeit für Familie und Beruf und mein Sohn gewinnt hierdurch viel an Lebenserfahrung dazu.
Nochmals danke, dass es solche Pflegedienste wie die Caritas gibt.