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Jung und alt - freiwillig engagiert in der Caritas-Sozialstation Hof

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Datum:
Veröffentlicht: 21.11.12
Von:
Maria Hansen
In bin seit etwa 14 Monaten als Freiwilliger im Bundesfreiwilligendienst in Teilzeit in der Caritas-Sozialstation in Hof tätig. Ich befand mich im Ruhestand, sozial und gesundheitlich noch belastbar, habe über meine Söhne, die beide in der Caritas-Sozialstation ihren Zivildienst abgeleistet haben, die Arbeit des Zivildienstes mitbekommen und erfahren, dass er weggefallen ist.

Ich bin seit etwa 14 Monaten als Freiwilliger im Bundesfreiwilligendienst in Teilzeit in der Caritas-Sozialstation in Hof tätig. Ich befand mich im Ruhestand, sozial und gesundheitlich noch belastbar, habe über meine Söhne, die beide in der Caritas-Sozialstation ihren Zivildienst abgeleistet haben, die Arbeit des Zivildienstes mitbekommen und erfahren, dass er wegfallen wird.

Der Caritasverband Hof hat sich auf meine verschiedenen Bewerbungen für eine Tätigkeit im Rahmen der Bundesfreiwilligendienstes als erste Organisation bei mir gemeldet und nach Abklärung vieler Fragen habe ich meinen Dienst am 1.9.2011 angetreten. Ich werde in meiner 21 Wochenstunden umfassenden Tätigkeit im hauswirtschaftlichen- und Betreuungsbereich eingesetzt und erledige viele Einkaufshilfen für Patienten. Ich habe intensiven zwischenmenschlichen Kontakt zu alten und kranken Menschen.

In der Anfangszeit war das Erstaunen groß, dass nach vielen Jahren der Tätigkeit von Zivildienstleistenden nun plötzlich ein älteres Semester diese Arbeit übernimmt. Scherzhaft hörte ich den Ausspruch: „Hier kommt kein „Bufdi“ – hier kommt ein „Grufdi“!“, was aussagen sollte, dass ich von meinem Alter her schon mehr zur Gruppe der Hilfsbedürftigen zähle.

Zwischendurch gab es bei der Organisation nicht vorhersehbare steuerliche Probleme, die aber mit vereinten Kräften von Caritasverband und Finanzamt bewältigt werden konnten.

Bis zum heutigen Tag habe ich meine Entscheidung für einen Dienst im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes nicht bereut. Ein nochmaliger Einsatz in diesem Bereich wird aber in Zukunft aus Anforderungs- und Altersgründen nicht mehr möglich sein. Da werde ich dann doch wohl ein warmes Plätzchen hinter dem eigenen Ofen bevorzugen.

Dieter Kessler

Nach meinem Abitur wollte ich, statt gleich zu studieren, erst etwas Praktisches machen. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) schien mir eine gute Idee zu sein, da ich soziale Arbeit studieren will, mir jedoch unsicher war, ob dieser Studiengang der Richtige ist.

Der FSJ-Einsatz bei der Caritas-Sozialstation in Hof war für mich erst einmal eine Herausforderung, da es von der Schule zur Arbeit eine riesige Umstellung ist und da man sich als junger Mensch vielleicht eher selten wünscht mit alten Menschen zu arbeiten. Meine Befürchtungen erwiesen sich aber als unbegründet, da ich sehr gut aufgenommen wurde und mich nach mittlerweile fast 2 Monaten gut eingefunden habe.

Meine Tätigkeitsfelder liegen vor allem in der Hauswirtschaft. Ich kaufe für die Patienten ein, halte die Wohnung sauber und kann ab und zu auch mit den Schwestern mitfahren, lerne so also auch den Bereich der Pflege kennen. Mit gefällt es gut, zu den Betreffenden nach Hause zu fahren, da das die Arbeit sehr abwechslungsreich macht und ich mir auch mal ein Bild davon machen kann unter welchen Umständen ältere Menschen leben und welche alltäglichen Herausforderungen sie meistern müssen.

Natürlich ist nicht jeder Hausbesuch problemlos und man muss sich auch mit vielen Krankheiten auseinandersetzen.

Doch ich persönlich finde, dass es das wert ist, denn wenn man sich auf diese Herausforderungen einlässt, kann man sehr viel Neues dazu lernen. Was für mich das Schönste ist, ist der Kontakt zu den Patienten. Denn egal wie anstrengend die Arbeit ist, das Lächeln und ein einfaches, ehrliches „Danke“ eines Patienten, sind die Dinge, die zählen. In diesem Sinne freue ich mich auf mein FSJ und fühle mich sehr bestätigt darin Soziale Arbeit zu studieren.

Anna-Maria Koptenko